Weyarner Kulturpfad – Station 10:

Südlicher Rathausplatz

Vom „Alten Wirt“ aus gehen wir zurück zur Ampel, dort links in die Ignaz-Günther-Straße Richtung Dorfmitte.

An der Einmündung der Joh.-Baptist-Zimmermann-Straße sehen wir beiderseits Häuser, die auf Klosterbauten zurückgehen. An der Engstelle rechts befand sich früher der südliche Zugang zum Wirtschaftshof. Ein Torbogen verband die beiden gegenüberliegenden Häuser. Wir gelangen nun zum südlichen Rathausplatz, dem früheren Seminarhof – ein Ort, an dem sich Geschichte und Kultur besonders vielfältig widerspiegeln.

Den Seminarhof umgeben zur Rechten der Richterstock, etwas zurückgesetzt die Klosterkirche St. Peter und Paul, gegenüber am westlichen Rand des Platzes das ältere Seminargebäude der Augustiner Chorherren; der etwas jüngere Erweiterungsbau schließt sich rechtwinklig dazu an. Es folgen zwei Kapellen:

  • Die Jakobs-Kapelle, die in der Stifterurkunde von 1133 erwähnt wird, ist das älteste Gebäude der Anlage. Sie ist romanischen Ursprungs und wurde im 18. Jahrhundert barockisiert. Zwei Heiligenfiguren und die Mater Dolorosa stammen von Ignaz Günther.
  • Die 1642 errichtete Wallfahrtskapelle Maria Hilf wurde um 1782 im Stil des bayerischen Rokokos erneuert.